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Phantaphotos: Wir wollen knallen

Ich akzeptiere, dass Teile von mir nicht in eine
direkte und spontane Kommunikation treten können mit anderen. Ich sehe
dann aber, dass über Reden und Bilder man Verblüffung und jenes
Kommunizieren, das über Floskeln hinausgeht, hervorrufen kann. Ich rufe
Verblüffungen hervor zunächst, soweit ich als Künstler agiere, indem ich
den Leuten gelungene Phantaphotos vor den Latz knalle.
Phantaphotos sind diejenigen, die Verblüffung hervorrufen. Anschließend,
im Interpretieren dieser Phantaphotos, liefere ich auch Welterklärungen.
Ich liefere in einer stetigen Kunst-Debatte Ich-Erklärung, Welterklärung
und bringe die drei Elemente "kreativ erzeugte Kunst-Erklärung",
"Erklärung meiner selbst" und "Erklärung der Welt" in einen Dreiklang, in
einen Akkord, der es schafft, kommunizierend da zu stehen.
Derzeit weiß ich noch nicht, ob meine Kunst sich hinaus trägt, ob ihre
Nachrichten Wege finden zu Mitmenschen. Ich meine aber, dass meine
Formulierungen intern weit gelangt sind und eine intensive Mitteilung darstellen,
auch an andere. Als Künstler bin ich auf Sendung an die Mitmenschen
dergestalt, dass ich etwas sende, das die Ansicht der Mitmenschen, wie die
Dinge laufen, überbietet.
Der Dialog aus Bildern, die typischerweise vieldeutig sind, und Texten,
die gelegentlich eindeutig zu sein schaffen - dieser Dialog aus Bild und
Text, wie ich ihn auf meinem Kunst-Homepages erstelle, ist mein Ding.
Zuffenhausen, 14.9.2020 |